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Öfenspitze (2334m), Osttirol, Karnischen Alpen, 5.1.2023

Tagesabhängige Tourenbewertung

Skitour auf die Öfenspitze in Kartitsch

Anzeige – Über Weihnachten im Dauerdienst, zu Neujahr am Bodensee. Höchste Zeit, wieder mal in meine alte Heimat, nach Osttirol zu fahren und Mama und Papa zu besuchen und die Weihnachtsgeschenke zu übergeben.

Ein Osttirol-Ausflug im Hotel Mama ist immer mit einem „a la carte“ Aufenthalt inkl. Vollpension verbunden. Essen, essen, essen und nochmals essen. Mir kommt vor, die Mama will mich mästen.

Aber zum gedeckten Tisch zu schreiten, das hat schon was. So schlecht schaue ich dann auch wieder nicht aus – ich meine unterernährt. Wobei die Mama immer sagt, „Bua iss amal eppas!“.

Aber es ist schon was sehr feines, im Hotel Mama zu residieren. Schlipfkrapfen, Bauernwürsl mit Sauerkraut, Kartoffeln, Kuchen, Espresso, … Ein paar Kilo werde ich demnächst mehr nach Axams mitnehmen und bei der nächten Tour nachoben schleppen müssen.

So wie im gesamten Alpenraum, ist auch die Schneelage in Osttirol. Es fehlt der Schnee und aus. Sonnseitig ist es nahezu aper, nordseitig geht schon ein bisschen etwas. Zumindest dort, wo ich heute war. Wie es im Villgratental oder im Iseltal aussieht (anscheinend schlecher) weiß ich „noch“ nicht. Aber das „Gelbe vom Ei“ ist es definitiv nicht – auch in den Karnischen Alpen nicht. Es geht halt irgendwie.

Weil ich von meinem Kinderzimmer aus auf die Öfenspitze (2334 m) gut einsehe, war diese heute mein Ziel. Ausgangspunkt ist beim Klammerwirt/Rauchenbach. Die Parkplätze im Bereich der Langlaufloipe sind gratis. Zunächst geht’s ein Stück die Rodelbahn hinauf, dann zweigt man in den Wald ab. Bis hinauf zur Baumgrenze.

„Sau hale“ – also extrem rutschig ist es teilweise zwischen den Bäumen und im Wald. Gnadenlos. Besser ist fast, man bleibt auf der Rodelbahn. Im Wald tut man sich gebietsweise nichts gutes.

Oberhalb der Baumgrenze wird es griffiger. Ein paar rutschige Stellen gibt es auch dort noch zu finden. Vor allem dort, wo der Wind die eine oder andere Stelle ausgeblasen hat, oder Leute abgefahren sind. Eine solide Skitechnik ist also angebracht. Der Aufsteig ist hauptsächlich nordseitig. Erst oben am Verbindungsgrat und wenige Meter vom Gipfelkreuz entfernt, dreht es auf südwest. Dort ist es auch rutschig und ein paar apere Stellen gibt es dort auch.

Apropos Wind: der war heute nicht gnädig. N, NW – und das Vollgas. Gut, dass ich so viel gefrühstückt habe. Sonst hätt’s mich wohl verblasen.

Abfahrt von der Öfenspitze

Abfahrt: Zerfahren – nahezu alles. Punkt. Und unten muss man die Rodelbahn nehmen. Im Wald geht „nada“.

Ein Schneeprofil habe ich auch noch gegraben. N – 2250 m – 36 Neigung: Das Altschneeproblem ist auch in den Karnischen Alpen vorhanden. Gut, dass man die Linie auf die Öfenspitze halbwegs entschärfen kann. Bzw. ist das Skigelände alles zerfahren. Momentan ist die Öfenspitze nämlich gut frequentiert. Weil es sonst in Osttirol noch schlechter ist. Am Gipfel durfte ich allerdings alleine stehen.

So und nun ab ins Bett. Einerseits ist der Bauch voll vom vielen Mampfen, andererseits will ich mir morgen noch was andres anschauen, bevor es mit ein paar Kilo mehr zurück in meine Kalkkögel geht.

Fazit: die Öfenspitze geht, aber Schnee braucht es auch in Osttirol dringend. (flex, 5.1.23)

Daten zur Tour:
Gebirge: Karnische Alpen
Ausgangspunkt: Klammerwirt / Rauchenbach (Kartitscher Sattel)
Parkplatz: kostenlos
Aufstieg: knapp 900 Hm
Gehzeit: ab 2h
Schwierigkeit: mittel (momentan tricky im Wald / eisig)
Einkehr: Gasthaus Klammerwirt oder Gastronomie in Kartisch (Hotel, Waldruhe, Dorfbergstüberl St. Oswald, Dolomitenhof, Dorfcafe bei der Bea)
Sterne bei Begehung (1-5): 2

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