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Haidenspitze (2.975m), Stubaier Alpen, 1.3.2021

Tagesabhängige Tourenbewertung

Anzeige Ja, langsam aber doch beginnt es zu zischen, zu firnen. Zumindest bis Freitag, bis die nächste Kaltfront ein Wörtchen mitreden wird. Firn, die besondere Schneeart, die mir eigentlich am besten gefällt. Ok, Pulver ist auch nicht ganz schlecht, aber Firn ist doch noch um ein Eitzal lässiger. Sonnig und steil muss es momentan aber sein. Und wenn so mancher/e zuletzt schon vom bomben Firnabfahrten in diversen Foren berichtet hat (es gibt Ausnahmen!) dann ist der/die vl noch nie wirklich den wahren Firn gefahren. Vor allem nicht, wenn man selbst (wir) am gleichen Tag die selbe Tour waren und so mancher über Traumfirn berichtet hat. Na ja. Egal.
Vielleicht kennen viele richtigen Firn deshalb nicht, weil so mancher/e Ende Feber seine Skier schon in den Keller stellt und lieber im Inntal mit dem Drahtesel herumkurvt. Mag zwar auch nett sein und ich lasse freilich jeden leben, die Genussspechte unter den Skitourengehern sind das nicht. Ist so auch wenn ich mir mit dieser Aussage vielleicht ein paar Feinde machen werde. Ich stehe dazu. Punkt!

Firnabfahrt

Gestern wollte ich es eben wissen, wie das dann so ist mit diversen Firnabfahrten. Ja es firnt, das ist richtig. Das richtig ultimative, zischige habe ich leider nicht ganz erlebt. Vielleicht, weil es noch nicht glatt genug war. Wir waren auf die Haidenspitze unterwegs. Oberhalb der Pforzheimer Hütte. Eine Tour über rund 1450 Höhenmeter. Die zuletzt richtig steil wird und nahezu von der Früh an der Sonne ausgesetzt ist.

Im Gegensatz zu vergangener Woche, spielt derzeit das Wetter ganz gut mit. Kaum Luftfeuchtigkeit, weitaus kühlere Temperaturen die Voraussetzungen sind gegeben. Es strahlt weitaus besser aus. Vom Parkplatz Gleirschtal gings noch auf der traumhaften Rodelbahn (kein aperer Fleck) hinein zur Gleirschalm und von dort das Tal weiter hinein bis zur Materialseilbahn, unterhalb der Pforzheimer Hütte.

Skitour auf die Haidenspitze

Wie gerne wäre ich bei Sonja und Flo auf ein After-Firn-Bier vorbeigefahren und hätte sie besucht. Nein der Virus ist schuld. Die Hütte ist geschlossen. Um diese Jahreszeit sind normalerweise Unmengen an Tourengeher auch in der Gleirsch unterwegs. Momentan ist es anders. Ok es war auch Montag, das muss man auch sagen – umso besser. Und wenn die Hütten zu sind, fehlen die Tourengeher-Urlauber. Nach dem doch frischen Talhaaaaatscher ohne Sonne, ging es bei der Materialseilbahn rechts hinauf. Endlich mit der Sonne im Nacken.

Steil und immer das Kar hinauf folgend, bis man zur Abzweigung auch in Richtung Rotgrubenspitze kommt. Dort hält man sich rechts und folgt immer den Gipfelhang hinauf bis zum Kreuz. Ein Mittelstück ist schon sehr steil, vor allem aber der letzte Abschnitt hinauf erfordert absolut sichere Spitzkehrentechnik. Rutschen kann man ja! Wer Glück hat endet im Kar und es verläuft vielleicht halbwegs glimpflich. Wer Pech hat, findet sich im Gleirschtal wieder. Nahezu senkrechter Abfall.

Gestern ging es mit Skiern bis 8 Meter vor den Gipfel. Die Harscheisen haben wir Widerwillen nicht montiert. Eh schon wissen was ich davon halte die bremsen – nichts für Ungut! Dort blies ein leichter Wind aus Süd was dem Panorama nichts angetan hat. Wolkenloser Himmel. Keine Menschen – perfekt. Nur auf der benachbarten Rotgrubenspitze konnte ich eine Handvoll Köpfe erkennen die auch später in Richtung Gleirsch abfuhren.

Abfahrt von der Haidenspitze

Zur Abfahrt: Ja es war schon sehr gut ganz 100%iger Firn war nicht überall – ich meine den glatten homogen, schmierigen! Aber die Abfahrt war schon sehr geschmeidig nur die ersten 50 Höhenmeter oben waren etwas bescheiden – der leichte Wind war Schuld. Nichts desto trotz: eine feine Sache und eine nette Tour mit Mottl zu dem ungemein schmucken und modernen Gipfelkreuz der Haidenspitze. Und das Doserl Bier bei der Materialseilbahn in der Sonne hat auch geschmeckt – nein dieses hat richtig runter gezischt.

Fazit: Schnee gibt es im Gleirschtal noch mehr als genug. Auch vom Parkplatz weg herrschen makellose Bedingungen. Gestartet sind wir um 7.15 Uhr in St. Sigmund Abfahrt um 11 Uhr.

PS: Und wenn dann wieder das Gasthaus in St. Sigmund offen hat, dann kehren wir freilich bei Lukas Ruetz, Mama Rosi, Papa Berti, Bruder Clemi und Aria (Hund) ein.
Denn dort ist der Einkehrschwung auf der Sonnenterrasse besonders gemütlich und Essen gibt es auch sensationell gutes. Mhm jetzt muss ich sofort an den Herd! Hunger, Hunger! (flex, mottl, 01.03.21)

Daten zur Tour:
Haidenspitze 2975m
Datum: 1.3.3021
Ausgangspunkt: Parkplatz Gleirschtal
Gebirge: Stubaier Alpen
Parkplatz: gebührenpflichtig
Höhenmeter: 1450Hm
Länge: ca. 9Km (Aufstieg)
Gehzeit: ab 4,5h
Schwierigkeit: sehr steil der Gipfelanstieg
Exposition: N, S
Sterne (1-5) bei Begehung: 5
Einkehrschwung: a Dose Bier bei der Materialseilbahn

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