Hinterer Brunnenkogel (3.325m), Der Höchste Sellrainer, 14.1.2020

Hinterer Brunnenkogel (3.325m), der höchste Sellrainer, 14.1.2020

Tagesabhängige Tourenbewertung

Anzeige. Ein kurzes, schnelles und unkompliziertes Telefon nach St. Sigmund hinein reicht eigentlich immer aus. Kein langes Hin und Her – sondern man bringt es auf den Punkt: „Treffpunkt 7.45 Uhr in Gries“. Passt – erledigt. Diese Art von Ausmacherei ist mir persönlich die liebste und das funktioniert mit Lukas auch immer so.

Skitour auf den Hinteren Brunnenkogel

Das Ziel war der Hintere Brunnenkogel. Der höchste der Sellrainer Berge. Nicht zu verwechseln mit dem Gleichnamigen etwas weiter westlich unweit der Wildspitze.

Der Hintere Brunnenkogel von Lüsens aus ist kein typischer Skitourenberg. Der Fernerkogel und das Lüsener Spitzl hingegen ist fast schon ein Modeberg für Skitourengeher, die gewillt sind rund 1700 Höhenmeter inklusive „the wall – also die Wand“ in Angriff zu nehmen.
Apropos „the wall“, da mussten wir freilich auch hinauf. Na ja. Schnee hat die Wand schon mal mehr gesehen und teilweise sind die 1200 Höhenmeter bis hinauf auf den Lüsener Ferner ganz nett rutschig. Teilweise muss man schon richtig gefinkelte Spitzkehren setzten und ausrutschen wäre dabei, vor allem im unteren Bereich, eher schlecht. Oben ist es ein bisschen griffiger. Unglaublich, wie sich die Bedingungen in 14 Tagen ändern können!

Also hinauf die Wand bis auf den Ferner. Und endlich Sonne. Der Fallwind hat dem schattigen Aufstieg noch so einiges beigesteuert. Brrrrr – koid! Von dort geht’s bequem und in der Sonne den Gletscher hinein in Richtung Wildes Hinterbergl. Der Modeberg, der Fernerkogel, zweigt direkt am Gletscher nach rechts ab.

Als vorne ist das Wilde Hinterbergl, etwas weiter links die Rinnenspitze und die Bergglasspitze. Rechts der Hintere und der Vordere Brunnenkogel.

Nach 3 Kilometern!! Gletscherhaatscher, geht’s ans Eingemachte. Zuerst und solange es noch geht mit Skiern und in Spitzehren die Rinne hinauf. Dann zu Fuß, stapfend bis auf die Scharte. Übrigens zum Stapfen sind/waren die Bedingungen super.

Aber der Scharte ist eine Kraxelei in ausgesetztem Gelände nötig. Steigeisen sind/waren mehr als hilfreich und sind eigentlich bei solchen Abenteuern immer mit dabei und sollten nie vergessen werden.

Ein herrlicher Tag am höchsten Punkt der Sellrainer und der Ausblick dort oben ist echt gigantisch. Von Ost bis West, von Nord bis Süd. Nur Gipfelkreuz gibt es keines, dafür eine Vermessungstange und kleine nepalesische Gebetsfahnen.
So wie wir aufgestiegen sind, ging’s auch wieder retour. Über Blockgelände und in Kletterei bis zur Scharte und dann über den Lüsener Ferner retour.

Am Gletscher war es ganz gut zum Fahren und auch noch pulvrig. Unten, die Mauer ist – na ja, teilweise pickelhart und glatt. Zwischendurch gib es auch „Haxenbrecherschnee“. Skifahren sollte man schon können, wer momentan die Mauer bezwingen will.

Und nach 1700 Höhenmeter brennen die Beine ohnehin ein bisschen mehr – vor allem wenn der Schnee nicht der beste ist.
Merci an dieser Stelle Lukas – „my bua“ – danke!!!

Und jetzt darf es ruhig wieder mal ein bisschen schneien. Wie viel am Samstag und Sonntag Niederschlag allerdings fällt – who knows! (flex, 14.1.2020)

Die Tour ist wirklich nur erfahrenen Bergsteigern/Skitourengehern zum Empfehlen. Klettern in sehr ausgesetztem Gelände nötig! Alpine Tour!

Beitrag auf Facebook

Ziel: Hinterer Brunnenkogel
Datum: 14.1.2020
Ausgangspunkt: Lüsens
Höhenmeter: 1700Hm
Gehzeit: ab 4,5h
Schwierigkeit: schwer/sehr schwer
Einkehr: Gasthaus Lüsens bzw. Alpengasthaus Praxmar
Sterne bei Begehung: fahrerisch 1 sonst 5
Exposition: Nord/Ost
Hinterer Brunnenkogel (3.325m), der höchste Sellrainer, 14.1.2020 am 14. Januar 2020 rated 5.0 of 5
Webzucker Social Media, Webdesign, Agentur, Tirol

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

zwei + 11 =

Scroll to Top